Aktuelles vom NABU Stadtverband Köln


Regelmäßige Treffen, Aktionen  & Pflegeeinsätze

Jeden Mittwoch: Treffen im neuen NABU Lehrgarten in Köln-Vogelsang von 16:00 - 18:00 Uhr

Jeden Donnerstag: Treffen im NABU-Naturgarten Gartenlabor in Köln-Höhenberg von 15:00 - 17:00 Uhr

 

Regelmäßige Arbeitskreis-Treffen und mehr Infos


Bald ist es wieder soweit, der "Mähfreie Mai" beginnt!

25.03.2025

 

Der NABU lädt Sie dazu ein, im Mai einfach mal komplett aufs Mähen zu verzichten, denn damit sparen Sie nicht nur Zeit und Energie, sondern tun vor allem der Artenvielfalt und dem Boden etwas Gutes. Artenreiche Wiesen bieten Insekten und Vögeln nämlich, im Gegensatz zu kurz gemähten Rasen, eine Vielfalt an Nahrung und natürlichen Lebensräumen, die in Städten immer mehr verloren gehen.

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Seminar – Alles rund um Nistkästen

Foto: Michelle Etienne
Foto: Michelle Etienne

18.03.2025

 

 

 

Im Rahmen unseres NABU – Nistkasten Tracker Projekts bieten wir am Sa, 05.04.2025 von 10 – 16 Uhr auf Gut Leidenhausen ein Seminar "Alles rund um Nistkästen" an. Über informative Vorträge stellen wir hierbei unser Projekt und die verschiedenen Tiergruppen, denen wir mit Nistmöglichkeiten im Kölner Raum unter die Arme und Flügel greifen können vor. Für Verpflegung wird gesorgt und anschließend wird es eine Exkursion geben, bei der noch einmal auf Besonderheiten zur Pflege und Instandhaltung der verschiedenen Nistkästen eingegangen wird. Anmeldung unter: gs@nabu-koeln.de/ 0221 7902889. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

 

 


Die Amphibienwanderung beginnt

Foto: Kathy Büscher
Foto: Kathy Büscher

20.02.2025

 

Wie vorhergesagt wird es ab heute wärmer in Deutschland und die frostige Kältewelle scheint bis auf wenige Ausnahmen erst einmal vorbei. Das bedeutet, dass sich auch Kröten, Frösche, Molche und Co. vermehrt auf den Weg machen werden. Bei Temperaturen ab ca. 6 °C und feuchtem Klima wandern Amphibien nach der Winterstarre auf den Weg zurück zu ihren Laichgewässern. Diese jährlichen Wanderungen sind nötig, da die Jungtierentwicklung von Amphibien an Gewässer gebunden ist.

Fahren Sie vorsichtig und achten Sie auf die Tiere!


Ergebnisse "Stunde der Wintervögel 2025" in Köln

Foto: Ralf Huber
Foto: Ralf Huber

30.01.2025
In 669 Gärten haben 889 begeisterte Vogelbeobachter*innen insgesamt 18.409 Vögel gezählt! Die Kohlmeise (Nr. 1) bleibt mit 2052 Sichtungen die Nummer eins, obwohl ihr Bestand um 15 % gesunken ist. Auf Platz 2 steht die Blaumeise (-8 %), dicht gefolgt vom Star (Nr. 3), der mit 1513 Sichtungen ein beeindruckendes Plus von 35 % verzeichnet. Auch die Ringeltaube legt um 15 % zu. Die Ergebnisse zeigen jedoch auch Bestandsrückgänge, etwa beim Haussperling (-16%). Auch die Verringerung des Vorkommens der Amseln spiegelt einen Trend in NRW wider.

 

Die Ergebnisse der 76 verschiedenen Arten, die in Köln gesichtet wurden, zeigen, wie stark unsere Vögel unter intensiver Landwirtschaft und dem Verlust natürlicher Lebensräume leiden. Weniger Hecken, Wiesen und alte Bäume bedeuten weniger Nahrung und Nistmöglichkeiten. Jeder naturnahe Garten, jede Blühwiese und jede Vogelzählung hilft, diese Entwicklungen besser zu verstehen und den Schutz unserer gefiederten Nachbarn zu verbessern.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die sich die Zeit genommen haben und mit ihrem Engagement an der "Stunde der Wintervögel" teilgenommen haben! Die Bundesweiten Ergebnisse der Aktion 2025 finden Sie unter: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/ergebnisse/21784.html

 


Bundestagswahl am 23. Februar 2025

Wer es nicht schafft, am Sonntag, den 23. Februar 2025, wählen zu gehen, hier eine prima Alternative:

Direktwahl als Sonderform der Briefwahl.

In den Kundenzentren in Köln kann vor Ort Briefwahl direkt gemacht werden.

Beginn Montag, 10. Februar 2025, Ende Freitag, 21. Februar 2025, 15:00 Uhr.

Vier Direktwahlschalter, allesamt rollstuhlgerecht.

 Mo – Fr, 9:00 – 17:00 Uhr: 

Nur für Wahlkreis 93 - Kundenzentrum Rodenkirchen, Mannesmannstraße 10, 50996 Köln

Nur für Wahlkreis 94 - Kundenzentrum Nippes, Neusser Straße 450, 50733 Köln

Nur für Wahlkreis 100 - Kundenzentrum Mülheim, Wiener Platz 2a, 51065 Köln

Mo – Fr, 8:00 – 18:00 Uhr

Im Atrium des Kalk Karrees, Ottmar-Pohl-Platz 1, 51103 Köln, für Wahlkreis 92 als auch für alle übrigen Wahlkreise 

 

Wählen gehen!!

 

https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/mitteilungen/27264/index.html


Jetzt Nistkästen reinigen

Kohlmeisennest, Foto: Lukas Steck
Kohlmeisennest, Foto: Lukas Steck

16.01.2025

Jetzt ist die beste Zeit die Nistkästen im Garten oder am Haus zu reinigen. Hier ist z.B. ein  Kohlmeisennest zu sehen, besonders auffällig sind neben verschiedenen Halmen und Fasern die bunten Materialien, die Meisen oft für ihren Nestbau verwenden – alles, was sie finden können! Moos ist dabei ideal zur Polsterung der kleinen Eier und macht das Nest wunderbar gemütlich.
Solche Nistmöglichkeiten schaffen wir durch unser Nistkasten-Projekt. In ganz Köln hängen bereits mehr als 1500 Nistkästen, darunter auch Fledermauskästen und Wildbienen-Nisthilfen. Nistkästen für Vögel werden gelegentlich auch von Wildtieren, wie Gartenschläfern und diversen Mäusearten zum Schlafen genutzt.

 

Mit dem NABU-Nistkasten-Tracker-Projekt können wir die langfristige Entwicklung der Bruterfolge dokumentieren und verbessern - inklusive hinterlegter Fotos.

 

Ein großes Dankeschön geht an die Deutsche Postcode Lotterie für die Förderung dieses Projekts!

 


Machen Sie mit! -  Die Stunde der Wintervögel 2025

23.12.2024

 

Der NABU und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) rufen Naturfreund*innen erneut auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden.

 

Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und weit verbreitete Vogelarten wie Blau- und Kohlmeisen, Finken, Amseln, Rotkehlchen und Spatzen. Die nächste, bereits fünfzehnte Zählung der Wintervögel findet vom 10. bis 12. Januar 2025 statt. Gemeldet werden kann bis einschließlich zum 20. Januar 2025.

 

Stunde der Wintervögel 2025


Veranstaltungsprogramm 1. Halbjahr 2025

17.12.2024

 

Unser Veranstaltungsprogramm für die erste Hälfte des Jahres 2025 ist nun unter der Rubrik Veranstaltungen zu finden.

 

Neben spannenden Exkursionen, wie abendliche Fledermaus-wanderungen und Leuchtnächten bieten wir in 2025 auch einige Veranstaltungen für die ganze Familie an, wie die Frühlingsduft - Jahreszeiten Exkursion.

Außerdem eine ganze Reihe spannender Vorträge, rund um die Natur und ihren Schutz:

So finden im Januar gleich zwei Vorträge zum Vogelschutz, mit einem Vortrag gegen Wilderrei an Zugvögeln im Mittelmeerraum und einem Vortrag über Maßnahmen zum Schutz von Eulen im Kölner Stadtgebiet statt. Desweiteren sollten Sie keinesfalls den Vortrag, über Aussehen und Lebensweise des Hausrotschwanzes, wie jeder weiß, der Vogel des Jahres 2025 im Februar nicht verpassen!

 

Wir freuen uns auf Sie!

 

Alle Anmeldeinformationen finden Sie unter: Veranstaltungen.


Kostenfreie Webinare zu naturnahen und insektenfreundlichen Gestaltung

Das Projekt Insektenfreude - mit regionalen Wildpflanzen der NABU-Naturschutzstation Niederrhein bietet im Februar 2025 wieder spannende Online-Seminare!

Foto: Sacha Sohn
Foto: Sacha Sohn

17.12.2024

Schon im Februar 2025 wird es bei uns grün, lebendig und inspirierend! Vier spannende Webinare laden dazu ein, online mehr über naturnahe, insektenfreundliche Gärten und Grünanlagen zu erfahren. Egal ob für den GaLaBau, Kommunen, Betriebe oder private Gartenliebhaber*innen – diese
Veranstaltung bietet wertvolle Einblicke und praxisnahe Tipps für alle, die sich für mehr Biodiversität und nachhaltige Gestaltung begeistern. Online und kostenlos für alle Interessierten! Alle Webinare sind kostenlos. Sie finden jeweils von 18:00 bis ca. 20:00 Uhr statt und beginnen mit einem Fachvortrag. Im Anschluss bleibt Zeit für deine Fragen. Gemeinsam lassen wir Insektenschutzgebiete wachsen.

Die Anmeldung erfolgt einmalig für alle Termine über die Website des Verbands GaLaBau NRW, der die Veranstaltung für uns hostet.


Hier kannst du dich anmelden: https://insektenfreude.de/

 


Termine und Themen:


• Mittwoch, 05.02.2025: „Grundlagen des Naturgartens: Für Mensch und Natur“ – mit Sacha Sohn, Expertin für Naturgartenplanung
• Mittwoch, 12.02.2025: „Gärtnern ohne Neophyten“ – mit Norbert Griebl, Autor mehrerer Bücher zur naturnahen Gestaltung
• Mittwoch, 19.02.2025: „Wildpflanzen in Produktion und Verwendung - Ein Reiz, der nicht mehr loslässt! “ – mit Jörg Mildenberger, Stadtgärtnerei Straubing
• Mittwoch, 26.02.2025: „Wie und wo wir Menschen der Tierwelt viele Fallen bauen und wie wir sie vermeiden“ – mit Ramona Nahr, Naturschutzbiologin


Neue Naturdenkmäler für Köln

Foto: Martin Link
Foto: Martin Link

02.12.2024

Wenn Bäumen eine im Vergleich zu anderen Bäumen derselben Art herausgehobene Bedeutung zukommt, können sie als Teil der Kölner Geschichte und als wertvolles Erbe für kommende Generationen unter den besonderen Schutz der Naturdenkmalverordnung gestellt werden. Diese Bäume sind dann ein "bestehendes Naturdenkmal". Durch die Unterschutzstellung werden grundsätzlich alle Handlungen verboten, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder nachhaltigen Störung des Naturdenkmals führen könnten. Die Verkehrssicherungspflicht für Naturdenkmäler liegt bei der Stadt Köln, auch bei Bäumen auf privaten Flächen. Sie umfasst Kontrollen zur Prüfung der Sicherheit sowie die Durchführung notwendiger Maßnahmen.

 

Rechtgrundlage für die Unterschutzstellung ist § 28 des Bundesnaturschutzgesetzes. Dieser besagt, dass Einzelschöpfungen der Natur als Naturdenkmal festgesetzt werden, wenn ihr besonderer Schutz aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit erforderlich ist.

 

Einige Bäume sind bereits durch die aktuelle Naturdenkmalverordnung geschützt.

 

Gemeinsam mit Ihnen will die Stadt Köln nun weitere außergewöhnliche Bäume in Köln identifizieren!

Beteiligen können Sie sich unter: https://meinungfuer.koeln/neuenaturdenkmaeler  bis zum 08.12.2024


Obstbaumschnitt am Jungbaum

21.11.2024

 

Beim Obstbaumschnitt am Jungbaum verfolgt man im Wesentlichen drei Ziele. Steigerung der Vitalität, um einen möglichst hohen Ertrag und optimalen Wuchs zu erzielen, Aufbau einer statisch stabilen Krone damit bei schwerem Behang keine Äste abbrechen und die Formung einer gut nutzbaren Baumkrone zur Erleichterung der Ernte, durch einen optimalen Zugang zum Kronenbereich per Leiter. Außerdem kontrolliert man beim sogenannten Jungbaumschnitt genau, welche Äste später die sogenannten Leitäste werden sollen, also die Hauptäste, die aus der Stammverlängerung heraus entspringen, die Krone formen und an denen später die Früchte gebildet werden.

 

 

Mehr Informationen auf:

https://www.nabu-koeln.de/natur-landschaft/streuobstwiesen/

 


Nistkästen für Sankt Albertus Magnus

 

Mitglieder der Eulengruppe haben zusammen mit dem Beringer Carl Caspar in der Sankt Albertus Magnus Kirche einen Schleiereulen- und einen Turmfalkenkasten angebracht. Casper, der Greifvögel wie ua. Wanderfalken, Turmfalken, aber auch Eulen wie Uhu und Schleiereule beringt, kennt die speziellen Anforderungen der Turmfalken. Für den Schleiereulenkasten wurde ein spezieller Schiebemechanismus entwickelt, mit dem man den Kasten nach aussen kurzzeitig verschließen kann. Damit wird verhindert, dass die jungen Eulen bei Kontrollen des Kastens nicht nach draußen flüchten und dann nicht wieder zurückfinden. In Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Ellerbrok wurden die Kästen speziell für die Anforderungen der Kirche geplant und von der Schreinerei Zug um Zug gefertigt. Wir hoffen, dass die Kästen im nächsten Jahr vielleicht schon angenommen werden. 

Fotos: Franz Lindinger & Thomas Mahr

 


Auszeichnung Schmetterlingsfreundlicher Garten

Urkundenüberreichung an Frau Heidkamp durch Lukas Steck - Foto: Mona Weber
Urkundenüberreichung an Frau Heidkamp durch Lukas Steck - Foto: Mona Weber

31.10.2024

Der Weltweite Rückgang der Biodiersität also das Aussterben von Tierarten ist schon lange kein Geheimnis mehr. In diesem Zusammenhang, ist vor allem das Schlagwort Insektensterben für viele Menschen bereits ein gängiger Begriff. Auf Grund der kompelxen Wechselwirkungen innerhalb von Nahrungsnetzwerken in denen Insekten oft eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel, Reptilien, Amphibien und andere Insekten darstellen und wegen ihrer Bestäuberleistung, die für eine Vielzahl von Pflanzenarten überlebensnotwendig ist, ist der Schutz unserer heimischen Insektenvielfalt von besonderer Bedeutung.

 

Was können wir also tun?

 

In Punkto Insektenschutz ist es gar nicht so kompliziert und fast jeder von uns kann etwas dazu beitragen. Dazu reicht es schon ein paar Insektenfreundliche, in der Region heimische Wildstauden im heimischen Garten oder sogar auf dem Balkon anzupflanzen und eine Insektennisthilfe aufzustellen.

 

Aber wer den Platz hat, kann ohne großes Investment den heimischen Garten in eine Insektenfreundliche Oase verwandeln und dies wird vom NABU Landesverband NRW sogar mit einer Urkunde sowie einer Plakette ausgezeichnet, mit der man das heimische Grün dann ganz offiziell als Schmetterlingsfreundlichen Garten betiteln darf.

Im Rahmen des Projekts "Mehr Platz für Falter" hat der NABU Köln daher Frau Anette Heidkamp für ihren Schmetterlingsfreundlichen Garten ausgezeichnet.

 


Rascheln - grunzen - Schmatzgeräusche?

Foto: Andreas Bobanac
Foto: Andreas Bobanac

31.10.2024

Nicht um sonst wird der Igel in Großbritannien „hedgehog“ genannt, was sich mit Heckenschwein übersetzen lässt. Auf der Suche nach Schnecken, Würmer und andere Insekten, legen die kleinen Tierchen nachts oft mehrere Kilometer zurück.

Mit seinen Stacheln, verhornte Haare die von innen hohl sind, ist er gut geschützt. Nur Uhus oder Dachse sind eine echte Bedrohung . Junge Igel sollten sich aber auch vor Füchsen und Mardern in acht nehmen. 

Die mit Abstand größte Bedrohung des Igels, ist aber der Mensch. Durch den Ausbau der Landwirtschaft und die Art wie wir diese betreiben, wird sein natürlicher Lebensraum drastisch verkleinert. Mittlerweile leben etwa neun mal mehr Igel in der Stadt, als auf dem Land.

Doch auch dort wird ihnen das Leben und damit ihr Artbestand erschwert. Seit einigen Jahren fallen viele Igel Mährobotern zum Opfer. Diese erkennen die kleinen Tiere nicht und da Igel neugierig sind, stecken sie ihr Näschen gerne überall rein. Danach erliegen sie, meistens ungesehen, den Schnittwunden und nur wenige werden bemerkt und zum Tierarzt gebracht. Deshalb gibt es seit Oktober 2024 in Köln ein Nachtfahrverbot für Mähroboter, das auch die Dämmerungszeit einschließt und die nachtaktiven Tiere schützen soll.

Unterstützten können wir den Igel, in dem wir unsere Gärten insektenfreundlich bepflanzen und Versteckmöglichkeiten durch Hecken oder Holzhaufen bieten. Und vor allem auf Pestizide und Schneckengift verzichten, das fressen Igel nämlich auch. Wichtig zu wissen ist zudem, dass Igel relativ spät in den Winterschlaf gehen, und man einen gesunden Igel nicht einsammeln sollte, weil man glaubt er sei noch zu schmächtig.

 


Hausrotschwanz - Vogel des Jahres 2025!

Hausrotschwanzmännchen, Foto: Frank Derer
Hausrotschwanzmännchen, Foto: Frank Derer

14.10.2024

Der Hausrotschwanz (Phoenicurus ochrurus), gehört zu der Familie der Fliegenschnäpper (Muscicapidae) und ist vor allem an seinen rostorangenen Schwanzfedern zu erkennen. Der Rest des Gefieders ist dunkel, wobei das des Weibchens heller und damit unauffälliger ist. 

 

Sein Nest baut er in Höhlen, Felsspalten oder in Nischen von Gebäuden. Sein Wahlslogan „Mut zur Lücke“, soll darauf aufmerksam machen, dass durch Sanierungen immer weniger solcher Nischen an Hauswänden zum Brüten für ihn übrig bleiben.

 

Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Mitteleuropa bis nach Asien und Nordafrika, wo einige Vertreter zum Überwintern hinziehen. Mittlerweile bleiben jedoch einzelne Hausrotschwänze zum Überwintern bei uns und profitieren von den Futterstellen in Gärten.


Wo sind alle Vögel hin?

Foto: Jan Piecher
Foto: Jan Piecher

10.10.2024

Dem ein oder anderen aufmerksamen Spaziergänger wird vielleicht aufgefallen sein, dass es im Hochsommer bis in den Spätherbst, teils stiller in den Parks geworden ist und sich einige Vögel nur noch selten zeigen. Das ist kein Grund zur Beunruhigung, sondern lediglich der Zeitraum, in dem die Vögel ihr Gefieder erneuern. Sie kommen in die Mauser. Federn bestehen genau wie unsere Haare und Fingernägel aus dem Protein Keratin und nutzen sich mit der Zeit ab. Nach der beanspruchenden Brutzeit ist für viele Vögel der beste Zeitpunkt, um ihr altes gegen ein neues Federkleid zu tauschen, das sie im Winter dann wieder effektiv wärmen oder in andere Länder tragen kann. Der Federwechsel führt allerdings dazu, dass die Vögel für kurze Zeit nur schlecht oder gar nicht fliegen können und dadurch zu leichterer Beute werden. Deshalb ziehen sie sich zurück und Vogelliebhaber müssen eine Weile auf ihre Lieblinge verzichten.

In der Regel dauert die Mauser jedoch nur einige Wochen und so sind die Vögel danach auch wieder zu sehen und zu hören.


Population von Ruineneidechse in Köln bestätigt

Ruineneidechse in Köln, Foto: Sven von Loga
Ruineneidechse in Köln, Foto: Sven von Loga

02.09.2024

Kennen Sie die Ruineneidechse? Die zur Gattung der Mauereidechsen gehörende Art kommt eigentlich nur in Italien und in einigen weiteren Gebieten im Mittelmeer vor. Die einzige, bisher aus Deutschland gemeldete Population war bisher aus Karlsruhe bekannt.

Jetzt wurde eine Population der Ruineneidechse zur völligen Überraschung auch in Köln nachgewiesen. Wir freuen uns sehr, dass uns das in unserem Reptilienprojekt gelungen ist und danken der Stiftung Umwelt und Entwickling Nordrhein Westfalen für die Unterstützung.

 


Neue Fledermauskästen für die Kölner Friedhöfe

Foto: Karsten Keller
Foto: Karsten Keller

22.07.2024

Wir möchten uns herzlich bei Stefan Schmitz (Friedhofsgärtnerei Schmitz) bedanken, der am 20. Juli 2024, 15 Fledermauskästen der Firma Schwegler an den Friedhöfen Longerich und Weiden aufgehängt hat. Eure Unterstützung bedeutet uns viel.

– vielen Dank, Stefan!

Die Fledermauskästen werden immer wichtiger, da es durch die

Intensiverung von Landwirtschaft, dem massiven Einsatz von Pestiziden, unbedachten Bausanierungen und Lichtverschmutzung immer weniger Schlafplätze für seltene Arten gibt.

Da Fledermäuse verlassene, naturnahe Orte bevorzugen, bieten sich Friedhöfe optimal für die Anbringung der Kästen an.

 

Die Fledermauskästen werden als Sommerquartiere, auch "Wochenstube" genannt, für die Weibchengruppen und ihre Jungtiere genutzt.

 


Neue Reptilienbroschüre erschienen

25.06.2024

Im Rahmen des Projektes „Schuppenträger in Köln“ ist eine neue Broschüre für Kinder & Erwachsene erschienen. In dieser 24-seitigen DIN A4 Broschüre werden alle heimischen Reptilienarten in Nordrhein-Westfalens vorgestellt; deren Aussehen, Lebensweise und Fortpflanzung. Auch gibt der NABU Tipps, wie man selber einen reptilienfreundlichen Garten gestalten kann und wie Sichtungen dem NABU gemeldet werden können. Die Broschüren sind kostenlos und eignen sich gut für Schulklassen. Unterstützt wird das Projekt von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen.

 


Reptilienprojekt - NABU nimmt Meldungen entgegen

Blindschleiche, Foto: Niklas Banowski
Blindschleiche, Foto: Niklas Banowski

Wenn Sie eine Blindschleiche, eine Eidechse oder sogar eine Schlange in Köln gesehen haben, dann melden Sie uns Ihre Sichtung doch bitte. Der NABU Köln will den Reptilienbestand erfassen und freut sich über Mithilfe aus der Bevölkerung. Meldungen können über die ReptilienApp von naturgucker.de eingetragen werden oder per email an die Geschäftsstelle gesendet werden: gs(at)nabu-koeln.de

Weitere Infos und Artenportraits hier.


NABU-Position zum Umgang mit der AfD

11.06.2024

Anlässlich der Ergebnisse der Europawahl am vergangenen Wochenende gibt es nachfolgend die wichtisgten Punkte aus dem Positionspapier des NABU Bundesverbandes zum Umgang mit der AfD:


Der NABU trägt Verantwortung, nicht nur für den Natur- und Umweltschutz sondern auch als starke Stimme einer demokratischen Zivilgesellschaft. Wir haben klare Handlungsrichtlinien für den Umgang mit der Partei entwickelt.

Der NABU positioniert sich grundsätzlich gegen rechtsextreme sowie rechtspopulistische Verhaltensweisen. Im Juni 2023 beauftragte der Bund-Länder-Rat die Arbeitsgruppe „Umgang mit politischen Parteien“ damit, eine Position zum Umgang mit der AfD zu entwickeln. Da die Partei Werte vertritt, die denen des NABU laut Bundessatzung widersprechen und gleichzeitig viel zu Naturschutzthemen kommuniziert, besteht Klärungsbedarf zum praktischen Umgang mit der Partei und handelnden Personen.

 

Als NABU wollen wir,

  • die AfD nicht als normale, demokratische Partei darstellen,
  • der AfD keine Bühne für ihre Politik bieten,
  • die Perspektive der AfD nicht aufwerten,
  • deutlich machen, dass die Werte der AfD mit denen des NABU nicht vereinbar sind,
  • den Verschwörungselementen der AfD entgegentreten,
  • der AfD die Argumente des Naturschutzes nicht für ihre ausgrenzende Politik überlassen,
  • der AfD keine Einflussmöglichkeiten auf unsere Strukturen einräumen und uns bewusst abgrenzen,
  • der AfD keine Chance bieten, sich mit dem guten Namen NABU zu schmücken.

Je nach Stärke der Bindung an die Werte der Partei ergreifen wir Maßnahmen, um diese Prinzipien durchsetzen zu können. Details hierzu finden Sie in unserem Positionspapier

 


Reitstall mit Plakette ausgezeichnet

Foto: Franz Lindinger
Foto: Franz Lindinger

 

16.05.2024

Heike Stiller beherbergt in ihrem Reitstall nicht nur Western- und Therapiepferde, sondern auch eine Schleiereule. Diese fühlt sich als Mäusejägerin im Stall sehr wohl und hat dort sogar einen speziellen Nistkasten angeboten bekommen.

Auf dem Außengelände des Stalls lebt außerdem ein Steinkauz, der auch mit einer Nisthilfe unterstützt wird. Unsere Eulengruppe hat dieses Engagement nun mit einer Plakette ausgezeichnet. 

 

Der NABU möchte Hausbesitzer*innen, die Eulen in ihren Häusern und Gärten brüten oder Nisthilfen aufhängen oder anbringen lassen mit dieser Plakette belohnen und eine sichtbare Wertschätzung aussprechen.

 

Infos zu Eulen und das Meldeformular für Eulen in Köln gibt es hier.

 

 

 

 


Ein Garten der Sinne mit einheimischen Wildpflanzen

v.l. Birgit Rötterring, Sven Heidrich-Wachsmuth, Michael Frank, Dorothee Streffer-Glahn, Alfons Meuer, Thomas Mahr
Foto: Hana Meuer - Personen v.l. Birgit Rötterring, Sven Heidrich-Wachsmuth, Michael Frank, Dorothee Streffer-Glahn, Alfons Meuer, Thomas Mahr

23.04.2024

Das Seniorenzentrum der SBK in Dellbrück möchte einen Garten der Sinne, neben dem Neubau entstehen lassen. Vor Ort sollen Senior*innen die Möglichkeit bekommen über ein Beet, die Düfte verschiedene Kräuter und Wildpflanzen wahrnehmen zu können. Da der NABU seit fünf Jahren das Projekt „Blühedes Köln“ betreut, wurde er für die Bepflanzung und die Wahl der Stauden um Unterstützung gebeten. So wurden dieses Jahr 100 heimische Wildpflanzen nach Dellbrück gespendet, welche Birgit Röttering am 16. April 2024 an das Team des Heimes übergab. Das Team bepflanzt nun die Beete, damit sich die Senior*innen im Sommer daran erfreuen und den neuen blühenden Garten mit allen Sinnen wahrnehmen können. Unterstützt und gefördert wird das Projekt von  der Victor-Rolff-Stiftung. 

 



Unterstützung für Mensch und Natur

08.04.2024

Junge Menschen, denen der Erhalt unserer Natur am Herzen liegt, sind die kommenden Wochen für den NABU Köln unterwegs. Geworben wird vor den Edeka- und REWE-Filialen. Sie informieren über den NABU und seine Arbeit und werben um Mitgliedschaft.

 

Hintergrund: Der NABU Köln bietet das ganze Jahr Führungen und Exkursionen an, wie z.B in Naturschutzgebieten, in den Rheinauen oder in der Wahner Heide. Unsere Ehrenamtlichen treffen sich regelmäßig in ihren Arbeitskreisen und zu den jeweiligen Pflegeeinsätzen. Auch bei den Treffen der Kindergruppen wird die Natur erkundet und schon früh ein besonderes Bewusstsein für die ökologische Vielfalt und die Wichtigkeit ihres Schutzes geschaffen.

 

Um auch zukünftig viel bewegen zu können, ist neben ehrenamtlichem Engagement auch Geld nötig. Wir bitten daher darum, dass uns in Zukunft viele Menschen durch eine Mitgliedschaft regelmäßig unterstützen. Wer beitritt fördert nicht nur eine gute Sache, sondern kann auf Wunsch auch vor Ort aktiv werden und hat  freien Eintritt zu den über 80 NABU- Zentren in Deutschland.

 

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung. (Die Werbenden können sich ausweisen und nehmen keinerlei Bargeldspenden an.)


Zur Erinnerung an Rolf Wermelskirchen

03.04.2024

Rolf Wermelskirchen war zeitlebens ein naturverbundener Mensch, der im NABU als kenntnisreicher und engagierter Naturschützer viele Jahre aktiv war. Zu erwähnen sind seine Arbeiten zur Erhaltung von Moorgebieten im Hohen Venn und der Amphibienschutz im Bergischen Land und in der Stadt Köln. Hier hat er viele Jahre beim Aufbau und der Betreuung der Krötenzäune am Höhenfelder See mitgemacht und sicher mehreren tausend Kröten das Leben gerettet. In der Botanik galt sein besonderes Interesse den Heilpflanzen, die er gern in seinen Führungen vorstellte.

Zudem war Rolf auch im sozialen Bereich in seinem Veedel Höhenberg ehrenamtlich tätig.

 

Rolf ist im März verstorben. Wir danken ihm und seiner Familie für ihre Verbundenheit mit unserem Verein.
Anstelle von Blumenschmuck hat Rolfs Familie die Trauergemeinde um eine Spende an den NABU Köln gebeten; auch für diese Zuwendung sind wir sehr dankbar.


Enten auf dem Balkon - Was tun?

Foto: Pia Reufsteck
Foto: Pia Reufsteck

02.04.2024

Die Balkon-Enten Saison ist eröffnet. In Großstädten wie Köln ist es nicht ungewöhnlich, dass Stockenten auf Balkonen oder Dachterrassen in Pflanzkübeln oder Hochbeeten brüten. Dort sind sie sicher vor Prädatoren, wie Füchsen beispielsweise und die Nähe zum Menschen stört sie in der Regel nicht sonderlich.

Wenn die Entenküken geschlüpft sind, müssen sie schnellstmöglich zum nächsten großen Gewässer und brauchen je nachdem Unterstützung auf dem Weg dorthin.

 

 

Der NABU Köln ist nicht darauf eingestellt, geschlüpfte Entenküken und die Entenmutter einzufangen und zu einem Gewässer zu bringen! Wenden Sie sich bitte an die Feuerwehr oder an Tierschutzvereine. Eine sehr gute Beschreibung und Anleitung können Sie hier lesen:

https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-balkon/enten-auf-dem-balkon/

 


Die Brutzeit hat begonnen – Augen auf bei der Gartenarbeit!

Foto: NABU/Sabine Teufl
Foto: NABU/Sabine Teufl

04.03.2024

Mit den frühlingshaften Temperaturen erwacht bei vielen Menschen auch die Motivation endlich wieder im Garten tätig zu werden, doch es gibt einige Dinge zu berücksichtigen.

 

Vom 1. März bis zum 30. September ist offiziell Vogelschutzzeit, diese ist im Bundesnaturschutzgesetz in §39 geregelt. Damit soll sichergestellt werden, dass Vögel (und andere Wildtiere ebenso) ungestört ihre Jungen aufziehen und sich fortpflanzen können.

 

 

Was bedeutet das jetzt für alle GartenbesitzerInnen?

 

Insbesondere Hecken werden von zahlreichen Vogelarten nicht nur zum Brüten genutzt, sondern auch als Versteck- und Schlafplatz und dürfen in der Vogelschutzzeit – wenn überhaupt – nur sehr sanft geschnitten werden und auch nur dann, wenn vorher geprüft wurde, dass sich dort keine Nester befinden.

Was gar nicht in dieser Zeit erlaubt ist, ist Bäume, Hecken und andere Gehölze auf den Stock zu setzen oder ganz zu beseitigen. Verstöße gegen diese Regelung sind kein Kavaliersdelikt! Wer sich nicht daran hält, muss mit Geldstrafen rechnen.

Wir appellieren an alle GartenbesitzerInnen die Pflegeschnitte auf nach der Brutzeit zu verlegen und Rücksicht auf die Gartenvögel und andere Wildtiere, wie Igel oder Gartenschläfer zu nehmen!

 

Hier geht´s zu unserer Nistkasten App Projektseite

 


Fällung der Platanen am Bahnhof Belvedere?

Rinde einer Platane
Rinde einer Platane

20.02.2024

Der NABU Stadtverband Köln hat eine Stellungnahme zur möglichen Fällung der Platane(n) am Bahnhof Belvedere in Köln Müngersdorf verfasst. Laut der Empfehlung des Petitionsausschusses des Landtages NRW sollen dort nun ein oder auch zwei Platanen gefällt werden, die evlt. das Gebäude unterwurzeln könnten. Die Oberbürgermeisterin will der Empfehlung des Petitionsausschusses folgen und die Stadtverwaltung soll den Weg zur Fällung freimachen. Der UNB-Beirat lehnt dieses ab, da das Denkmalgeschützte Gebäude nicht von den daneben stehenden Platanen geschädigt werden kann. Lesen Sie hier die NABU-Stellungnahme und den Leserbrief von Jörg Siemers, UNB-Beirat

 


Neue Reptilienposter

04.01.2024

 

Ein neues Poster ist im Rahmen des Projektes "Schuppenträger in Köln" erschienen. Hier werden die acht heimischen Reptilienarten NRWs dargestellt.

 

Neben den drei Eidechsenarten und der Blindschleiche, gibt es vier verschiedene Schlangenarten in Nordrhein-Westfalen.

 

Die Poster können in einer Größe von DIN A2 in der NABU-Geschäftsstelle, Luxemburger Str. 295, 50939 Köln kostenlos abgeholt werden.

 

Der NABU bietet auch für Grundschulen Unterrichtseinheiten zu den heimischen Reptilien und zu dem Projekt an. Hierfür eignen sich die Poster ganz besonders.

 

Das Projekt wird unterstützt von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen und hat eine Laufzeit vom 01.07.2023 - 30.06.2025.

 

Zeichnungen: Grot&Dorst

 

Zur Projektseite


Wildstaudenposter für Schulen & Privatpersonen

06.12.2023

 

Hornklee, Wiesensalbei, Blutweiderich, Gewöhnliches Leimkraut: Mit der richtigen Pflanzenauswahl können wir Insekten in unsere Gärten und Schulhöfe locken. Viele der Arten bieten nicht nur Hummeln und Schmetterlingen Nahrung, sondern sehen auch noch sehr schön aus. Heimische Pflanzen und Insekten können nicht ohne einander, sie sind aufeinander angewiesen. Die Pflanzen liefern nicht nur Nektar und Pollen, sondern auch die Stängel und Blätter sind wichtig für die Insekten.

 

Unser Poster "Blühende Wildpflanzen" in DIN A1 bietet detailgenaue Zeichnungen der Pflanzen und hilft bei der Bestimmung im Garten und auf dem Balkon. Wenn Sie Interesse an einem Poster für Ihre Schule oder Ihre Arbeitsstelle haben, melden Sie sich einfach bei uns.

 

Wir danken der Viktor Rolff Stiftung für die Unterstützung des Projektes.

 

Zeichnungen: Grot & Dorst

 


Der Mosel-Apollofalter – Schmetterling des Jahres 2024

Foto: Tim Laußmann
Foto: Tim Laußmann

05.12.2023

Der Mosel-Apollofalter (Parnassius apollo ssp. vinningensis) zählt mit einer Flügelspannweite von 65 bis 75 mm zu den größten Tagfaltern in Deutschland. Er ist erkennbar an seiner auffälligen Zeichnung mit schwarzen und roten Flecken. Passend benannt nach dem Gott des Lichtes, ist der Apollofalter meist im Sonnenschein anzutreffen.

 

Leider ist er laut der roten Liste stark gefährdet und nur noch sehr selten. Die an der Mosel vorkommende Unterart wurde 2011 zum letzten Mal zahlreich gesichtet. Hauptgrund für den starken Rückgang sind vermutlich die in der intensiven Landwirtschaft, insbesondere im Weinbau, eingesetzten Pestizide, der Klimawandel spielt wohl nur eine untergeordnete Rolle. In den letzten Monaten wurde herausgefunden, dass die die Ausbringung neuartiger Fungizide per Hubschrauber eine wichtige Rolle bei dem starken Einbruch nach 2011 spielen könnte.

 

Die wunderschönen Schmetterlinge sind überwiegend zwischen Mitte Mai und Juli an der Mosel zu bewundern. Sie ernähren sich von Nektar, bevorzugt aus der Skabiosen-Flockenblume oder der Kartäusernelke. Der Apollofalter ist einbrütig, bildet also pro Jahr nur eine Generation aus. Das Weibchen klebt nach der Paarung bis zu 200 Eier einzeln unter Felsvorsprünge und an dürres Pflanzenmaterial. Schon nach etwa 10 Tagen sind die winzigen Raupen in den Eiern vollständig entwickelt. Sie schlüpfen jedoch erst im Frühjahr des Folgejahres. Die Raupen ernähren sich im Moseltal fast ausschließlich von der Weißen Fetthenne.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

 


Mehr Grün statt Grau - Projekt erfolgreich beendet

Foto: Claudia Unger
Foto: Claudia Unger

10.11.2023

 

Im Projektzeitraum haben wir Kölner Unternehmen unterstützt, ihre Firmengelände ökologischer zu gestalten und sie für ihre Bedeutung in der Stadtnatur sensibilisert.
Dazu haben wir eine kostenfreie Erstberatung angeboten und gemeinsam mit Mitarbeitenden verschiedene Aktionen umgesetzt. Es wurden beispielsweise heimische Wildstauden gepflanzt, Nisthilfen für Vögel, Wildbienen und Fledermäuse installiert und praktisches Know-how im Rahmen von Workshops vermittelt. Die teilnehmenden Unternehmen wurden nach Projektende mit dieser Plakette ausgezeichnet.
Wir danken der Deutschen Postcodelotterie für die Förderung des Projektes!

 

 

 


Social Day der Firma VW OTLG Poll im NABU Lehrgarten

25.10.2023

Vergangenen Freitag haben wir in unserem (sich im Aufbau befindenden) Lehrgarten in Vogelsang tatkräftige Unterstützung von 11 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Firma VW OTLG aus Poll bekommen.

 

Im Rahmen ihres Social Days haben die Angestellten bei typischem Herbstwetter einen ganzen Container voll Altholz von der Fläche geschafft, Grünschnitt sortiert, Sträucher ausgegraben und neu gepflanzt und einen großen Komposter aus ausgedienten Paletten errichtet.

 

Trotz erschwerter Bedingungen durch Regen und Schlamm wurde sehr viel geschafft und wir möchten uns an dieser Stelle recht herzlich für die tolle Unterstützung bedanken!

Fotos: Marion Gremse, Sabine Arzberger, Jana Romero

 


Der Blutweiderich - Wildstaude des Jahres 2024

Foto: Jürgen Eggers
Foto: Jürgen Eggers

17.10.2023

Der Blutweiderich ist die Wildstaude des Jahres 2024 geworden. Herzlichen Glückwunsch!

 

Der Blutweiderich ist eine ausdauernde Pflanze, die in Feuchtgebieten und entlang von Gewässern heimisch ist und zur Stabilisierung der Uferböschung beiträgt.

Die Blüten des Blutweiderichs können in verschiedenen Farbtönen von rosa bis purpurrot erscheinen und bilden dichte, aufrechte Ähren. Sie  werden oft von Insekten, insbesondere Bienen, Schwebefliegen und Schmetterlingen besucht. Die Blütezeit des Blutweiderichs erstreckt sich von Juni bis September.


Vogel des Jahres 2024

Foto: Kathy Büscher
Foto: Kathy Büscher

10.10.2023

Nun steht er fest, der Vogel des Jahres 2024 ist: der Kiebitz!

 

Der "Vogel des Jahres" wird bereits seit 1971 gekürt und ist damit die älteste Aktion ihrer Art. Mittlerweile gibt es viele Nachahmer von Insekt bis Baum des Jahres.

 

Seit 2020 darf die Öffentlichkeit den Vogel des Jahres wählen, dieses Jahr nahmen 120.000 Menschen teil.

 

 

 


Pflegeeinsatz im Naturschutzgebiet „Kiesgrube Wahn“

Foto: Jana Romero
Foto: Jana Romero

02.10.2023

Letze Woche haben wir bei unserem Pflegeeinsatz im Naturschutzgebiet „Kiesgrube Wahn“ den sonnigen Hang auf nordöstlicher Seite von Gestrüpp, Dornen und vielem mehr befreit, wie auf dem Bild zu sehen. Er ist besonders für Wildbienen attraktiv, da sie ihre Nester auch in die Erde bauen, wofür dieser möglichst frei von Vegetation gehalten werden muss.

 

Die ehemalige Kiesgrube ist etwa fünf Hektar groß mit einer offenen Grubensohle, zwei Teichen und mehreren Tümpeln.

 

Das Naturschutzgebiet bedarf einer regelmäßigen Pflege, um die Vielfalt der Vegetation und die daran angewiesenen Tier- und Pflanzenarten zu erhalten.  Aufgrund der Beschaffenheit des Geländes herrscht hier eine hohe Artenvielfalt, insbesondere bei den Pflanzen, Vögeln und Libellen. Unter anderem tritt hier das Frühlings-Fingerkraut auf, welches in den Kiesgruben um Köln nur relativ selten vorkommt. Darüber hinaus sind weitere bedeutende Pflanzenarten die Rote Liste-Arten Buntes- sowie Hügel-Vergissmeinnicht, Echtes sowie Zierliches Tausendgüldenkraut, Raue Nelke, Trespen-Federschwingel und Zitzen-Sumpfbinse zu nennen.  Auch die blauflügelige Ödlandschrecke und die Nachtigall fühlen sich hier wohl.

 


Mehr Grün statt Grau

18.08.2023

Letzte Woche haben wir mit AktionGrün auf dem VW OTLG Gelände in Köln-Poll für Mehr Grün statt Grau gesorgt!

Angelegt wurden Nisthilfen für Wildbienen sowie eine bienenfreundliche Umgebung.

Wer mehr über Sandarium und Co erfahren möchte kann das gerne hier.

Viel Spaß beim Lesen!

 


Reptilienprojekt: Melden Sie Sichtungen in Köln

21.08.2023

Die Barren-Ringelnatter ist eine gute Schwimmerin und bezieht einen Teil ihrer Nahrung aus dem Wasser. Daher siedelt sie sich gerne am Ufer stehender oder träge dahinfließender Gewässer an. Ihr Nahrung besteht aus kleinen Fischen, Fröschen und Kaulquappen und sie verschlingt die Tiere lebend und im Ganzen. Gift verwendet die Ringelnatter nicht, wodurch sie auch für den Menschen vollkommen ungefährlich ist. Ringelanttern gehören zu den Reptilien, die ihre Eier außerhalb des Körpers von der Umgebungswärme ausbrüten lassen, daher legen sie gerne die Eier in Kompost- oder Misthaufen ab. Wenn Sie eine Ringelnatter bei sich im Garten oder im Teich entdecken, melden Sie es uns bitte. Weitere Infos zum Projekt hier.

 



Neuer Clip: Mehr Grün Statt Grau

07.08.2023

Im neuen Clip auf unserem YouTube Kanal zeigen wir einige Maßnahmen des "Mehr Gün Statt Grau" - Projektes und sprechen mit Claudia Unger von der AXA, einem der teilnehmenden Unternehmen, über ihre bisherigen Erfahrungen.


Schuppenträger in Köln – wo lebt welches Reptil? - NABU nimmt jetzt Meldungen entgegen

Ringelnatter -  Foto: Andre Baumann
Ringelnatter - Foto: Andre Baumann

10.07.2023

Der NABU Köln möchte mit seinem neuen Projekt den Schlangen, Schleichen und Eidechsen der Großstadt Köln besondere Aufmerksamkeit widmen. Neben der Öffentlichkeitsarbeit zu den Tieren soll auch herausgefunden werden, wo sich die Reptilien aufhalten. Dieses wird zum einen durch Citizen Science-Meldungen interessierter Bürgerinnen und Bürger geschehen, die uns ihre Sichtungen melden können. Zum anderen sollen Kartierungen in besonders wertvollen Lebensräumen durchgeführt werden, um die Datenlage in Köln zu verbessern. Also melden Sie uns gerne ihre Sichtungen an gs@nabu-koeln.de

 

Wir danken der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW für die Unterstützung des Projektes. www.sue-nrw.de

 Weitere Infos zum Projekt und zu den heimischen Arten finden Sie hier:  weiterlesen


Neues Projekt: Blühendes Köln mit regionalen Wildstauden

Zeichnungen: Judith Grotendorst
Zeichnungen: Judith Grotendorst
06.07.2023
Zum Juli startet der NABU das neue Wildstauden Projekt mit einem Pflanzenfest am 12.07.2023 ! Zeichnungen: Judith Grotendorst
Nächste Woche Mittwoch gibt es bei uns in der Geschäftsstelle (Luxemburger Straße 295) das erste Pflanzenfest mit heimischen Wildstauden aus der Alexianer Klostergärtnerei im Rahmen unseres neuen Projektes: "Blühendes Köln - Heimische Wildstauden für mehr Artenvielfalt". Das Fest geht von 16:00 -18:00 Uhr. In dieser Zeit beraten wir Sie gerne zur naturnahes Gartengestaltung und vergeben dazu Wildstauden für Balkone. Mit diesem Projekt wollen wir mit Ihnen zusammen einen Beitrag zur Biodiversität leisten. Wir freuen uns auf Artenschutz begeisterte Menschen ! Zeichnungen: Judith Grotendorst
Für die Förderung des Projektes danken wir der Victor Rolff Stiftung. www.rolff-stiftung.de

 


Noch ein Klimawandel-Gewinner? – Der Rote Ampfer-Glasflügler ist in Köln angekommen

 Exemplar des Roten Ampfer-Glasflüglers im Rhein-Erft-Kreis Foto: Jörg Siemers
Exemplar des Roten Ampfer-Glasflüglers im Rhein-Erft-Kreis Foto: Jörg Siemers

27. 06. 2023

Der Rote Ampfer-Glasflügler, Pyropteron chrysidiformis (Esper, [1782]), ist eine wärmeliebende Kleinschmetterlingsart, die in der Vergangenheit im Rhein- und Moseltal und an der Nahe, vereinzelt auch an der Ahr beobachtet wurde. Jetzt gibt es im Nordwesten von Köln zwei Nachweise durch Mitglieder des entomologischen Arbeitskreises des NABU Köln.

In den vergangenen fünf Jahren mehren sich die Funde, wie die Verbreitungskarte der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen zeigt (Abb. 2: http://nrw.schmetterlinge-bw.de/MapServerClient/Map.aspx; Screenshot vom 14.06.2023). Die nördliche Nachweisgrenze lag bisher gerade so in Nordrhein-Westfalen, im Siebengebirge südlich von Bonn.

 

Weiterlesen unter: https://www.nabu-koeln.de/arbeitskreise/entomologie/

 


Ornithologische Stellungnahme des NABU Stadtverband Köln zum Ausbau der Windenergie durch die RheinEnergie in Köln

Foto: NABU / Sebastian Hennings
Foto: NABU / Sebastian Hennings

15.05.2023

Der NABU Stadtverband Köln hat über eine öffentliche Veranstaltung der RheinEnergie von Plänen des Unternehmens erfahren, die Windkraft in Köln auszubauen.
Grundsätzlich unterstützt der NABU die Energiewende und den Ausbau erneuerbarer Energien. Wir legen Wert auf einen möglichst naturverträglichen und naturschonenden Ausbau und haben deshalb die von der RheinEnergie benannten Flächen aus ornithologischer Sicht betrachtet und eine grobe Bewertung der Risiken für die jeweilige Avifauna erörtert.

Diese Betrachtung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dient lediglich einer ersten Einschätzung aufgrund vorhandener Kenntnisse und Erfahrungen zur Avifauna in den Gebieten. In die Betrachtungen sind zum einen das Gefährdungspotential für die Kollision von Vögeln mit Windenergieanlagen (WEA) und zum anderen das Risiko der Verdrängung von Vogelarten durch Ab- bzw. Entwertung von Lebensräumen eingeflossen. Zusammengenommen bilden diese beiden Faktoren das Beeinträchtigungspotential. Lesen Sie hier die komplette Stellungnahme:

 

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Stellungnahme zum Ausbau der Windenergie in Köln
Stellungnahme zum Ausbau der Windenergie
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Werberteam in Köln unterwegs

Das Werberteam in Köln vor der NABU-Geschäftsstelle
Das Werberteam in Köln vor der NABU-Geschäftsstelle

15.05.2023

Ein neues Werberteam ist seit dieser Woche für den NABU Stadtverband Köln im Einsatz, um möglichst viele neue Unterstützer*innen für den NABU zu gewinnen. Die Mitarbeiter*innen stehen mit einem Infostand vor Alnatura, können sich  ausweisen und informieren über die Arbeit des NABU in einer Großstadt wie Köln. Unterstützen Sie unsere Arbeit und werden Sie Mitglied. Ein Schwerpunkt für den NABU ist der Ausbau der Kindergruppenarbeit, um gerade den Kleinsten den Bezug zur Natur zu ermöglichen und sie damit auch für deren Schutz zu begeistern. Außerdem will der Naturschutzbund seine Artenschutzprojekte ausbauen. Weitere Beispiele sind die Nistkasten-AG, der Schutz von Schmetterlingen sowie bedrohter Vogelarten wie der Eulen, für die sich der NABU seit Jahren einsetzt.


Neues Video: Waldohreulen in Köln

08.05.2023

Schauen Sie gern mal wieder auf unserem YouTube Kanal vorbei!

Dort gibt es aktuell ein neues Video von unserer Eulengruppe zu sehen. Dieses Mal werden Kölner Waldohreulen vorgestellt.

Haben Sie auch eine Eule in Köln gesehen oder gehört? Dann melden Sie sie uns gerne hier:

https://www.nabu-koeln.de/projekte/eulenprojekt/

 


Neuer NABU Lehrgarten in Köln-Vogelsang für Kinder und Erwachsene

Foto: NABU/CEWE/Frank Lippisch
Foto: NABU/CEWE/Frank Lippisch

Der NABU hat in Köln-Vogelsang - nahe des Millitärrings - eine 360m² große Parzelle für den Aufbau eines Lehrgartens gepachtet. Es soll dort ein Naturgarten für kleine und große Bürger*innen aus dem Kölner Westen entstehen, in dem sich Natur und Mensch wohlfühlen können.

Wer möchte sich beteiligen, um aus dem Brachland ein Naturparadies entstehen zu lassen, in dem Kinder und Erwachsene einiges entdecken und erforschen können?

Bitte meldet Euch in der Geschäftsstelle:

gs@nabu-koeln.de

 


Neue NAJU-Kindergruppe in Köln-Porz

Foto: NABU/ C. Kuchem
Foto: NABU/ C. Kuchem

Ab dem 04.04.2023 gibt es auf Gut Leidenhausen eine neue NAJU-Kindergruppe ab 5 Jahren, gerne auch in Begleitung eines Elternteils. Im Umgang mit verschiedenen Naturmaterialien, Mitmachaktionen und Exkursionen rund um das Gut werden Zusammenhänge in der Natur entdeckt und nähergebracht. Die Veranstaltungen sind am Dienstag Nachmittag von 15:00 bis 17:00 Uhr im Zweiwochentakt. Eventuelle Änderungen werden per Mail angekündigt. Eine Anmeldung unter michelle.etienne@nabu-koeln.de ist erforderlich, da die Teilnehmer:innenzahl begrenzt ist.

 

Los gehts am 04.04.2023: Buntes Gemüse

Ostern steht vor der Tür! Deshalb werden wir am ersten Termin zusammen Ostereier mit naturfärben Färben und dabei das bunte Gemüse in unserem Garten hautnah begutachten. Als Langzeitprojekt werden wir in den kommenden Terminen ein gemeinsames Beet anlegen, damit wir den Pflanzen beim wachsen zusehen können und im Sommer gemeinsam etwas Leckeres daraus kochen können. Die Teilnahme ist kostenlos.

13.12.2022

Schauen Sie gern mal auf unserem YouTube Kanal vorbei!

Dort gibt es ab sofort ein informatives Video zu einer Kölner Schleiereulenfamilie, die von unserer Eulengruppe mit einem Nistkasten unterstützt wurde und erfolgreich darin gebrütet hat.